Wir standen früh am Fluss, die City Card bereits aktiviert, und entschieden uns spontan für eine Bootsfahrtsrunde, weil die App gerade geringe Auslastung meldete. Danach war das Musée d’Orsay fast leer, der Eintritt begünstigt, die Linie kurz. Plötzlich passte noch eine kleine Bäckerei in den Plan. Diese unverhoffte Reihenfolge schuf einen Rhythmus, der den Tag nicht füllte, sondern weitete. So fühlt sich Leichtigkeit auf Reisen an.
In einer überfüllten Straßenbahn half uns eine ältere Dame, die richtige Haltestelle für die Villa Borghese zu finden. Weil der ÖPNV im Pass enthalten war, stiegen wir ohne Zögern um. Der reservierte Slot passte perfekt, der Rabatt im Café danach ebenso. Zwischen Marmorskulpturen und duftendem Espresso wurde klar, dass Bequemlichkeit nicht nur Zahlen meint. Sie meint Begegnungen, die entstehen, wenn man nicht dauernd am Ticketschalter stehen muss.
Auf einer Grachtenfahrt kamen wir mit einer Studentin ins Gespräch, die uns ihr Lieblingshaus empfahl, das nicht auf Listen steht. Dank City Card war der Eintritt reduziert, der Weg per Tram kurz und gratis. Wir entdeckten ein stilles Museum, hörten Kopfhörer-Geschichten und fühlten uns plötzlich verbunden. Wieder draußen spürten wir, wie kleine Abzweigungen große Spuren hinterlassen. Planung öffnet Türen, Spontaneität lässt dich eintreten und wirklich bleiben.
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